Grauer Star (Katarakt)

Ein Grauer Star (Katarakt) ist eine Trübung der natürlichen Augenlinse, die hinter der Iris und der Pupille liegt. Eine Katarakt entsteht, wenn die Proteine in der Augenlinse verklumpen und die Linse sich verdichtet, verhärtet und dicker wird.

Infolgedessen dringt das Licht nicht mehr richtig durch die Linse, was u.a. zu verschwommenem Sehen führt. Der Graue Star kann durch eine Operation behoben werden.

Individuelle Betreuung
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Kostenübernahme
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Qualität und Patientensicherheit
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Wartezeiten
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Die überwiegende Mehrheit der Menschen, die am Grauen Star leiden, bekommt diesen im Alter. Dies wird als senile Katarakt oder als Alterskatarakt bezeichnet.

Die Katarakt-Arten

  1. Subkapsuläre Katarakt – tritt an der Rückseite der Linse auf. Menschen mit Diabetes oder Menschen, die hochdosierte Steroidmedikamente einnehmen, haben ein höheres Risiko, diese Art von Katarakt zu entwickeln.
  2. Nukleäre Katarakt – tritt im zentralen Bereich (Nukleus) der Linse auf. Diese Katarakt ist meist mit dem Alterungsprozess verbunden.
  3. Kortikale Katarakt – kennzeichnend sind weiße, keilförmige Trübungen, die in der Peripherie der Linse beginnen und sich radial zur Mitte hin ausbreiten. Diese Art tritt in der Rinde (Kortex) der Linse auf.

Symptome für eine Kataraktentwicklung

Am Anfang ist der Graue Star noch gering ausgeprägt und stört die Sicht kaum. Typische Symptome sind:

  • Unscharfes, verschwommenes Sehen
  • Das Licht der Sonne oder einer Lampe erscheint übermäßig hell
  • Bei Nachtfahrten blenden die Lichter anderer Autos stärker als früher und sind von einem Lichtkranz umgeben
  • Farben erscheinen weniger hell
  • Doppeltsehen bei einäugiger Sicht (Zuhalten von einem Auges)

Die Geschwindigkeit, mit der diese Symptome auftreten, ist sehr unterschiedlich. Ihr Sehvermögen kann sich innerhalb weniger Monate stark verschlechtern, aber der Beginn des Grauen Stars kann auch sehr langsam verlaufen. Die Beschwerden nehmen dann nach und nach zu. Der Graue Star kann zu einer Sehbehinderung, jedoch nicht zur kompletten Erblindung führen. Wenn Sie glauben, dass Sie einen Grauen Star haben, sollten Sie sich von Ihrem Augenarzt untersuchen lassen. Der Graue Star ist eine häufige Augenkrankheit, die sicher, gut und nahezu schmerzlos behandelt werden kann.

Ursachen für eine Kataraktentwicklung

Die Hornhaut und die Augenlinse im Inneren des Auges funktionieren ähnlich wie das Objektiv einer Fotokamera. Die Hornhaut übernimmt den größten Teil der Lichtbündelung. Die Augenlinse sorgt für die restliche Brechung und Feineinstellung für ein scharfes Bild auf der Netzhaut. Sie stellt auch den Fokus des Auges ein, so dass wir sowohl nahe als auch ferne Objekte scharf sehen können.

Die Linse besteht hauptsächlich aus Wasser und Proteinen. Die Proteine sind sehr präzise angeordnet und halten die Linse frei von Unregelmäßigkeiten, so dass das Licht durchgelassen wird. Mit zunehmendem Alter können einige der Proteine anfangen zu verklumpen, so dass ein kleiner Bereich der Linse trüb wird. Dies wird als Katarakt bezeichnet und kann mit der Zeit zunehmen und weitere Bereiche der Linse trüben, was das Sehen erschwert.

Es ist nicht genau bekannt, warum sich die Augenlinse im Alter verändert und eine Katarakt entsteht. Es gibt jedoch Faktoren, die möglicherweise die Kataraktentwicklung beschleunigen. Risikofaktoren für die Entwicklung eines Grauen Stars umfassen neben dem fortschreitenden Alter:

  • Ultraviolette Strahlen (Sonne oder andere Quellen)
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Fettleibigkeit
  • Rauchen
  • Längerer Gebrauch von Steroidmedikamenten
  • Cholesterinsenkende Medikamente
  • Vorgeschichte einer Augenentzündung oder -verletzung
  • Erheblicher Alkoholkonsum
  • Hohe Kurzsichtigkeit (Myopie)
  • Positive Familiengeschichte

Behandlung des Grauen Stars (Katarakt)

Wenn die ersten Symptome auftreten, können Sie Ihr Sehvermögen möglicherweise eine Zeit lang durch das Tragen einer neuen Brille bzw. einer starken Bifokalbrille sowie durch eine geeignete Beleuchtung oder andere Sehhilfen verbessern. Ziehen Sie eine Operation nur dann in Betracht, wenn Ihr Grauer Star so weit fortgeschritten ist, dass er Ihre Lebensqualität beeinträchtigt. Viele Menschen halten eine schlechte Sicht für einen unvermeidlichen Teil des Alterns. Die Kataraktoperation ist jedoch ein unkomplizierter, praktisch schmerzloser Eingriff, der Ihre Sehkraft wiederherstellen kann.

Während des Eingriffs entfernt der Chirurg die getrübte Linse und ersetzt sie durch eine Intraokularlinse (IOL) aus Kunststoff. Diese ermöglicht in den meisten Fällen wieder eine normale Sehschärfe. Es gibt verschiedene Typen von IOL auf dem Markt, weshalb auf die individuellen Bedürfnisse, wie bspw. komplette Brillenfreiheit oder scharfes Sehen in bestimmten Entfernungen ohne Brille, eingegangen werden kann.


Standorte

Bergman Clinics Augenklinik Universitätsallee

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28213 Bremen +49 (0)421 5665-200

Bergman Clinics Hofgartenklinik

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Bergman Clinics Augenzentrum Hamburg (Medical Eye Care)

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Bergman Clinics Augenärzte am Kurpark

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Fragen

Was ist die Funktion der Kunstlinse?

Das Auge ist in der Lage, in verschiedenen Entfernungen zu fokussieren: im Nahbereich (z. B. beim Lesen eines Buches), in mittlerer Entfernung (beim Kochen oder am Computer) und in der Ferne (im Freien und beim Autofahren). Diese Fähigkeit des Fokussierens, geht im Laufe des Lebens langsam verloren (Alterssichtigkeit). Auch bei einer Kataraktoperation geht die natürliche Fähigkeit des Auges, auf verschiedene Entfernungen zu fokussieren, verloren. Nach einer Kataraktoperation braucht das Auge Hilfe, um in verschiedenen Entfernungen scharf zu stellen. Die Fokussierung wird dann durch das Tragen einer Brille und/oder Kontaktlinsen oder durch eine Premium-Intraokularlinse (Implantat) übernommen.

Bei der Operation des Grauen Stars können wir verschiedene Kunstlinsen einsetzen. Die Bergman-Clinics bieten Ihnen die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Kunstlinsen zu wählen.

Welche Art von Kunstlinse wird implantiert?

Die Bergman-Clinics implantieren die neueste Generation von Linsen. Vor der Kataraktoperation wird die Stärke der Kunstlinse mithilfe der Optischen-Laser-Biometrie genau ausgemessen. Die Wahl der Kunstlinse richtet sich unter anderem nach Ihrer präoperativen Brillenstärke, Ihren Untersuchungsbefunden, Gewohnheiten und Wünschen.
Natürlich wird der Augenarzt Sie eingehend beraten und Ihnen helfen, eine gute, für Sie passende Entscheidung zu treffen.

Welche Kunstlinsen gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Linsen, die alle ihre spezifischen Eigenschaften haben. Wir unterscheiden die sphärische monofokale (Standard-) Kunstlinse, die asphärische monofokale Kunstlinse, die monofokale torische Kunstlinse, die multifokale Kunstlinse sowie die multifokale torische Kunstlinse.

Die Art der Linse, die der Augenarzt letztlich implantiert, hängt teilweise von Ihrer präoperativen Brillenstärke, aber natürlich auch von Ihren Wünschen ab.

Natürlich wird der Augenarzt Ihnen dabei helfen, eine gute Entscheidung zu treffen. Sie werden zudem auch über die Wirkungen der Kunstlinse auf Ihre Brillenstärke informiert.

a) Standard-Kunstlinse (monofokal)

Diese Linse ist die am häufigsten implantierte Linse. Nach der Operation ermöglicht diese Linse scharfes Sehen in einer Entfernung. In aller Regel handelt es sich hierbei um die Fernsicht. In diesem Fall benötigen Sie anschließend noch eine Lesebrille für die Nahsicht.

Auch eine Kunstlinse für das scharfe Sehen in der Nähe ohne Brille ist möglich, insbesondere wenn Sie kurzsichtig und dies gewohnt sind. Dann ist nach der Operation jedoch wieder eine Brille für die Fernsicht erforderlich.

b) Hochwertige Kunstlinse

1. Monofokale torische Linse

Beim Vorliegen einer starken Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) können Sie mit dieser Linse nach der Operation wie bei der monofokalen Kunstlinse (s.o.) auf eine Entfernung klar sehen, in der Regel ohne Brille. Eine torische Monofokallinse kann ab einer Hornhautverkrümmung von mehr als 1,5 dpt. erwogen werden. Wenn der Astigmatismus (auch zylindrische Abweichung der Hornhaut genannt) nicht durch die Kunstlinse korrigiert wird, ist nach der Kataraktoperation eine Brille erforderlich, um in allen Entfernungen scharf zu sehen. 

2. Multifokale Linse

Eine Multifokal-Linse ist insofern besonders interessant und wird immer beliebter, weil sie sowohl in der Ferne als auch in der Nähe (und teilweise in der mittleren Entfernung) ein scharfes Bild auf die Netzhaut projiziert. Damit können Sie im Idealfall selbst im Alter komplett auf eine Brille verzichten.

Allerdings muss man evtl. kleine Abstriche in der Bildqualität machen, die für die meisten Menschen nicht sonderlich gravierend sind. Im Dunkeln kann es jedoch sein, dass punktförmigen Lichtquellen unscharf erscheinen, was manche Autofahrer als sehr störend bis problematisch empfinden. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit überwiegen aber meistens die Vorteile und die Nachteile werden kaum noch wahrgenommen.

3. Multifokale torische Linse

Hier handelt es sich um eine Linse, die die Eigenschaften einer monofokalen torischen Kunstlinse und einer multifokalen Kunstlinse vereint (siehe „Premium Intraokuöarlinsen“).

Nach der Vermessung Ihres Auges / Ihrer Linse (Biometrie) wird geprüft, welche Kunstlinsen für Sie sinnvoll sind.

Bitte teilen Sie dem untersuchenden Augenarzt in der Bergman Clinics Augenklinik Ihre persönlichen Wünsche mit. Kommen Sie gut mit einer Lesebrille zurecht? Oder ist es Ihr großer Wunsch ohne irgendeine Brille auszukommen?

Welche Linsenstärke soll implantiert werden?

So wie es verschiedene Arten von Brillen und Kontaktlinsen gibt, so gibt es auch verschiedene Arten von Kunstlinsen. In der Regel wird eine sphärisch geschliffene, monofokale Standardlinse gewählt, mit der Sie auf eine (vor der Operation) besprochene und berechnete Entfernung scharf sehen. Hier können Sie sich für die Nähe oder Ferne entscheiden. Um in verschiedenen Entfernungen scharf sehen zu können, ist nach der OP noch eine Brille erforderlich. Wenn Sie z.B. eine Lesebrille gewohnt sind, empfiehlt es sich, eine Monofokal-Linse für die Ferne implantieren zu lassen.

Asphärische Monofokal-Linsen verfügen über eine besondere Optik, um Bildverzerrungen zu reduzieren.

Es gibt auch Linsen-Typen, mit denen Sie gleich zwei oder drei Bereiche – Nähe, mittlere Entfernung und Ferne – scharf sehen können. Nach der Kataraktoperation ist eine Lesebrille dann meistens nicht mehr erforderlich.

Sollten Sie eine Hornhautkrümmung (Astigmatismus) haben, kann diese mit einer sogenannten torischen Linse ausgeglichen werden. Heutzutage gibt es nicht nur torische Monofokal-Linsen, sondern auch torische Multifokal-Linsen, die die Eigenschaften beider Kunstlinsen miteinander vereinen.

Wie funktioniert die Kataraktoperation?

Zunächst wird ein 2-3 mm kleiner Schnitt am Rande der Hornhaut angelegt, durch den mit einem schmalen Ultraschallgerät die körpereigene, getrübte Linse zerkleinert und dann, wie mit einem „Mini-Staubsauger“, abgesaugt wird (Phakoemulsifikation genannt). Der Kapselsack bleibt dabei erhalten.

Anschließend platziert der Augenchirurg die zunächst noch gefaltete Kunstlinse in den leeren Kapselsack, wo sie sich entfaltet und mit zwei kleinen elastischen Bügeln oder Füßchen verankert wird.

Wie häufig sind Katarakt und Kataraktoperationen?

Der Graue Star tritt hauptsächlich bei älteren Menschen im Alter über 60 Jahren auf. Dies ist bei in etwa 3 % der 65-Jährigen sowie 20% der 85-Jährigen der Fall.

Wie lange dauert eine Kataraktoperation?

Eine Katarakt-Operation ist schnell erledigt: Sie dauert nur 10 bis 15 Minuten. Sie werden sich, einschließlich der Vorbereitung und Nachsorge, in etwa zwei bis drei Stunden in der Klinik aufhalten. Danach können Sie nach Hause gehen.

Welche Qualität wird in den Bergman Clinics angeboten?

Wir bieten medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Im Mittelpunkt stehen dabei 4 Werte:

  1. Bestes Behandlungsergebnis
  2. Sicherheit
  3. Kundenorientierung
  4. Erfahrung im Team

Wie werden Kostenerstattung/Versicherung geregelt?

Die Kliniken der Bergman Clinics sind Vertragspartner aller gesetzlichen und privaten Krankenkassen und beihilfefähig.

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