Behandlung der Makuladegeneration

Die altersbedingte oder altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine Augenerkrankung, die zum Verlust des zentralen Sehvermögens führen kann. Unsere Fachärzte in Bremen können mit verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten dagegen wirken.

Individuelle Betreuung
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Kostenübernahme
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Qualität und Patientensicherheit
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Wartezeiten
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Makuladegeneration erklärt: Alles wichtige zur Augenerkrankung

Die Makula bezeichnet ein kleines hochspezialisiertes Areal in der Mitte des Augenhintergrundes, welches es uns ermöglicht, scharf zu sehen, Details zu erkennen, zu lesen, Gesichter zu erkennen usw.. Mit dem restlichen Teil der Netzhaut sehen wir Bilder in unserem „ peripheren" Sichtfeld, jedoch erheblich schlechter. Die Makula enthält die größte Anzahl und Dichte an Zapfen, den lichtempfindlichen Photorezeptoren, über die wir Kontraste und Farben wahrnehmen können. In der Peripherie liegen weitestgehend die Stäbchen, die das Hell-Dunkel-Sehen ermöglichen.

Die Stoffwechsel-Abbauprodukte der Makula werden von dem darunter liegenden retinalen Pigmentepithel abtransportiert. Mit dem Alter kann es jedoch zu einem ungenügenden Abtransport kommen, so dass sich das Material ablagern kann (z.B.in Form von sogenannte Drusen), und im weiteren Verlauf zu einer langsamen, aber dafür oftmals fortschreitenden zentralen Sehverschlechterung führen, der trockenen Makuladegeneration (s.u.). Das periphere Sehen bleibt jedoch im Allgemeinen erhalten, so dass sich die Betroffenen im Haus und im Freien zurechtfinden können und nicht vollständig erblinden.

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Kontakt

Bei Fragen zur Behandlung oder zur Terminabsprache rufen Sie gerne +49 421 5665-200 an oder schreiben Sie Ihr Anliegen auch per E-Mail an termin.bremen@bergmanclinics.de - Wir freuen uns darauf.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD): Symptome & Ursachen

Die AMD kann ein Auge betreffen, während jedoch meistens beide Augen, teilweise unterschiedlich stark und zeitversetzt betroffen sein können. Zu den charakteristischen Symptomen zählen unter anderem:

  • Welliges Sehen gerader Linien (bspw. Fliesen im Badezimmer), wenn diese zentral mit einem Auge fixiert werden (sogenannte Metamorphopsien)
  • Verblasstes Sehen von Farben
  • Abnahme des zentralen Sehvermögens
  • Beschwerliches Lesen aufgrund der zentralen Wellen/Verzerrungen und später eines zentralen schwarzen Fleckes (Zentralskotom)
  • Viele Betroffene gucken etwas parazentral, um am funktionseingeschränkten Zentrum vorbeizusehen (exzentrische Fixation)

Die Ursachen der AMD sind multifaktoriell und noch nicht eindeutig geklärt. Das Auftreten ist jedoch sicherlich in hohem Maße auf das Alter zurückzuführen. Da unsere Lebenserwartung steigt, nimmt auch die Häufigkeit an einer AMD zu erkranken zu. Bei anderen Ursachen bzw. Risikofaktoren, wie Nikotinkonsum oder Bluthochdruck, kann es zu einem früheren Beginn der Erkrankung kommen, während man indes auch vermutet, dass erbliche und Umweltfaktoren bestimmen, wann die Erkrankung beim Einzelnen auftritt. Es gibt zwei Formen der altersbedingten Makuladegeneration:

Trockene Makuladegeneration

Bei dieser bereits oben erwähnten Form der AMD unterscheidet man ein Früh- und ein Spätstadium. Bei der frühen Form zeigen sich kleine blassgelbe Ablagerungen (Drusen) unter der Netzhaut, die sich ansammeln können. Dies ist ein allmählicher und sehr langsamer Prozess, der viele Jahre dauern kann und das Sehvermögen häufig nicht signifikant beeinträchtigt. Im Spätstadium gehen jedoch Sinneszellen zugrunde, was mit einer erheblichen Verschlechterung des zentralen Sehens einhergeht. Bei einem Teil der Patienten entwickelt sich jedoch aus der trockenen Form die „aggressivere“ feuchte Form der AMD.

Feuchte Makuladegeneration

Bei der feuchten AMD verläuft der Prozess der Sehverschlechterung oftmals erheblich schneller als bei der trockenen AMD. Die feuchte AMD wird durch das Wachstum von neuen „kranken und instabilen“ Blutgefäßen (sogenannten Neovaskularisationen) verursacht. Aus diesen Gefäßen kann Flüssigkeit bzw. Blut austreten und sich sowohl unter als auch in der Netzhaut ansammeln und die Netzhaut zunehmend schädigen. Letztendlich bildet sich ohne Therapie oftmals eine Fibrose oder Narbe in der Makula, die zum Verlust des zentralen Sehens durch die zugrunde gegangenen Sehzellen führt. Es ist damit zu rechnen, dass früher oder später beide Augen betroffen sein werden.

Juvenile Makuladegeneration (auch Fundus flavimaculatus)

Diese Art von MD tritt in jungen Jahren (zwischen Pubertät und jungem Erwachsenenalter) auf, ist erblich bedingt und äußert sich in verschiedenen Formen, von denen die Stargardt-Krankheit die bekannteste darstellt. Die juvenile MD ist relativ selten und eine ursächliche Therapie bislang noch nicht verfügbar.

Behandlungen in Bremen

Die altersbedingte Makuladegeneration ist gegenwärtig noch nicht heilbar, und für die "trockene" Form gibt es derzeit keine Behandlung. Die Behandlung der "feuchten" oder exsudativen Form ist in einem frühen Stadium möglich, mit der der Krankheitsprozess aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden kann. Hier gibt es derzeit einige Möglichkeiten:

Photodynamische Therapie (PDT)

Die Einführung von Gefäßwachstumshemmern in der Ophthalmologie ist ein revolutionärer Schritt in der Behandlung der feuchten Makuladegeneration. Bei Bergman Clinics | Augen arbeiten wir mit Avastin®, Beovu®, Eylea und Lucentis®. Weitere neue Medikamente stehen vor der Zulassung und werden dann in die Therapie mit integriert werden.

Avastin®

Jüngste wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Injektion von Avastin® in das Auge ebenso wirksam ist wie Eylea und Lucentis®. Bei einem großen Teil der Patienten verbessert sich die Sehschärfe nach der Behandlung, und bei der Mehrzahl der Patienten kann eine Stabilisierung erreicht werden. Leider verschlechtert sich die Situation bei etwa zehn Prozent der Patienten trotz Behandlung.

Injektion ins Auge

Bei Avastin®, Beovu®, Eylea und Lucentis® handelt es sich bei allen um VEGF-Blocker, die durch Injektion in den Augapfel verabreicht werden. Das Auge wird zunächst mit Augentropfen betäubt. Nach Einsetzen eines Lidhalters und Desinfektion mit Jod wird eine sehr kleine Menge des Medikaments (0,05 ml) in das Auge hinter die Linse injiziert. Anschließend wird der Lidhalter entfernt und Augentropfen oder Augensalbe aufgetragen. Das gesamte Verfahren dauert etwa zehn Minuten, und die Injektion ist in der Regel nicht schmerzhaft. Da diese Gefäßwachstumshemmer nur eine bestimmte Zeit wirken, sind in der Regel zunächst drei Injektionen im monatlichen Abstand erforderlich und im weiteren Verlauf je nach Krankheitsaktivität erneute Injektionen indiziert. Daher sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen äußerst wichtig.

Photodynamische Therapie (PDT)

Diese Behandlung wird bei speziellen Indikationen durchgeführt. Bei dieser Therapie werden nur die undichten Blutgefäße behandelt, um die Verschlechterung der Sehkraft zu verlangsamen. Manchmal wird eine Kombination aus PDT und gefäßwachstumshemmenden Medikamenten gewählt. Bergman Clinics verfügt über die modernsten Geräte zur Erfassung und Behandlung des Krankheitsverlaufs.

Fragen

In welchem Alter treten Symptome/Beschwerden auf?

In der Regel tritt die AMD, wie der Name schon sagt, typischerweise erst im Alter über 60 Jahren auf. Wann sich Beschwerden äußeren hängt vom individuellen Verlauf ab.

Ist die Makuladegeneration vererbbar?

Die Vererbung spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der AMD. Wenn Sie Verwandte ersten Grades mit AMD haben, haben Sie ein erhöhtes Risiko, an AMD zu erkranken.

Was kann ich tun, um meine Augen zu schützen?

Studien haben gezeigt, dass eine gewisse Prophylaxe aufgebaut werden kann, wenn der Nikotinkonsum eingestellt, ein gesundes Gewicht gehalten sowie der Blutdruck reguliert wird. Auch eine ausreichende Bewegung kann sich positiv auswirken. Außerdem können bei bestimmten Formen der AMD in Absprache mit Ihrem Augenarzt, spezielle Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, die Antioxidantien (Lutein und Xeaxanthin, auch in grünblättrigem Gemüse) in einer besonderen Zusammensetzung enthalten, da vermutet wird, dass dadurch das Auftreten der Spätform verzögert werden könnte. Das Wichtigste ist jedoch, dass Sie bei Auftreten von Symptomen, insbesondere wenn Ihr Partnerauge betroffen ist, zeitnah einen Augenarzt konsultieren, denn je früher mit einer Behandlung begonnen wird, desto besser sind die Ergebnisse einer Therapie.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Makuladegeneration?

Ob eine Behandlung möglich ist, hängt von der Form der AMD ab.

Ungefähr 80-90 % der Menschen mit AMD haben die trockene Makuladegeneration. Für die trockene Form gibt es derzeit noch keine wirksame Behandlung.

Bei dem Großteil der Patienten mit feuchter AMD stellen regelmäßige Verabreichungen von gefäßwachstumshemmenden Substanzen (sogenannte VEGF [vascular endothelial growth factor]-Hemmer), die in örtlicher Betäubung praktisch schmerzfrei in den Glasköperraum appliziert werden, im Allgemeinen die effektivste Behandlung dar, um das übermäßige Wachstum der krankhaften Gefäße und deren Folgen im weiteren Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen oder in einem gewissen Maß auch aufzuhalten.

Welche Risiken und Komplikationen gibt es bei der Behandlung der feuchten Makuladegeneration?

Es wurden zahlreiche Studien zu systemischen und lokalen Nebenwirkungen der „Anti-VEGF-Injektionen“ durchgeführt. Diese haben gezeigt, dass sich das Risiko als sehr gering erweist. Die häufigsten Beschwerden sind kurzzeitige Reizungen und Sehstörungen, insbesondere am Tag der Injektion.

Werde ich aufgrund einer Makuladegeneration vollständig erblinden?

Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) ist „nur“ das zentrale Sehen betroffen. Das periphere Sehen (Sehen um das Zentrum herum) bleibt in der Regel einigermaßen gut. Infolgedessen führt die AMD nur selten zur vollständigen Erblindung.

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