Netzhaut- und Glaskörperchirurgie

Bei der Netzhaut- und Glaskörperchirurgie handelt es sich um notwendige operative Eingriffe bei Netzhautablösung, erheblicher Glaskörpertrübung, diabetischer Retinopathie, intraokularen Blutungen, Makulaveränderungen, intraokulare Fremdkörper, Traumata oder anderer Indikationen. Die Netzhautchirurgie bietet die Möglichkeit einer teilweisen oder vollständigen Wiederherstellung des Sehvermögens.

Netzhaut- und Glaskörperchirurgue

Vitrektomie

Eine Vitrektomie ist eine Operation des Augapfels zur Entfernung des Glaskörpers bei Makula- oder Netzhauterkrankungen. Hier einige der häufigsten Krankheiten, die eine Vitrektomie nötig machen können:

  1. Diabetische Retinopathie
    Die diabetische Retinopathie ist eine Komplikation des Diabetes. Die proliferative diabetische Retinopathie (fortgeschrittenstes Stadium der Krankheit) ist durch das Vorhandensein neuer Blutgefäße in der Netzhaut und der Papille gekennzeichnet und kann zu spontanen Blutungen ins Auge führen (Glaskörperblutung oder Blut im Glaskörper). Durch die Zugwirkung der Proliferationen kann die proliferative diabetische Retinopathie auch zu einer Netzhautablösung führen. Die diabetische Retinopathie wird in der Regel im Frühstadium mit dem Laser behandelt, so dass ein Fortschreiten der Krankheit verhindert werden kann. Wenn Blutungen oder Netzhautablösungen auftreten, wird eine Vitrektomie durchgeführt, um eventuell vorhandenes Blut oder fibrovaskuläre Membranen zu entfernen. Die Injektion von Gas oder das Einbringen von Silikon in den Glaskörperraum kann notwendig sein, um das Sehvermögen wiederherzustellen.
  2. Epiretinale Gliose
    Bei der epiretinalen Gliose bilden sich auf der Oberfläche der Makula feine Bindegewebsmembranen die die Netzhaut verziehen und damit zu einem unscharfen, verzerrten Sehen führen.  Bei der Vitrektomie wird zunächst das Glaskörpergel entfernt und anschließend die Membran von der Netzhautoberfläche entfernt.
  3. Netzhautablösung
    Eine der häufigen Indikationen für eine Vitrektomie ist eine Netzhautablösung. Bei der Netzhautablösung kommt es durch Einrisse in der peripheren Netzhaut zu einer Ablösung der neurosensorischen Netzhaut vom Pigmentepithel und er darunterliegenden Gefäßschicht (Aderhaut). Eine unbehandelte Netzhautablösung führt praktisch immer zur Erblindung des Auges. Um die Netzhaut wieder in ihre anatomische Position zu bringen, kann es erforderlich sein, eine Vitrektomie durchzuführen. Dabei wird nach der Entfernung des Glaskörpers die Netzhaut wieder auf ihre Unterlage zurückgelegt und durch eine Laserbehandlung die eingerissenen Stellen der Netzhaut behandelt, damit diese wieder mit der Unterlage verwachsen. Um die Netzhaut in der Heilungsphase auf der Unterlage zu halten, wird am Ende der Operation das Auge mit einer Gasblase oder mit einem klaren Silikonöl gefüllt. Eine weitere Operationsmethode zur Behandlung des Netzhautablösung kann eine eindellende Operation sein. Dabei wird an der Stelle, an der die Netzhaut eingerissen ist, von außen eine Silikonschwammplombe auf das Auge aufgenäht oder das Auge mit einem ringförmigen Band eingedellt. Diese Technik wird manchmal auch kombiniert mit einer Vitrektomie angewandt.

Die Vitrektomie kann auch bei verschiedenen anderen Augenkrankheiten angezeigt sein.

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